IHK Bestenehrung Wiesbaden 2010

IHK Bestenehrung Wiesbaden 2010Bitte aktivieren Sie JavaScript, um das Video sehen zu können.
 

"Hollywood - Flair" im Kurhaus Wiesbaden

AQUIS MATTIACIS - "Die Quellen der Mattiaker": Schon die Römer badeten gern in den Thermen des Stammes der Mattiaker, wie man der lateinischen Inschrift auf dem Kurhaus entnehmen kann.
Das Kurhaus in Wiesbaden: Der perfekte und dem feierlichen Anlass angemessene Ort für die Landesbestenehrung der hessischen IHKs.
Ehrenurkunde von Minister Boddenberg und DIHK-Vizepräsident Clouth
DIHK-Vizepräsident Clouth und Minister Boddenberg überreichten nicht nur Ehrenurkunden, sondern auch Wassergläser für trockene Kehlen aufgeregter Absolventen...
Der Vizepräsident des DIHK Alfred Clouth
Freute sich über die guten Nachrichten, welche er den Anwesenden überbringen konnte: IHK-Präsident Alfred Clouth
Mit dem Kurhaus Wiesbaden hatten die Veranstalter eine prunk- und stilvolle Kulisse "aus Kaisers Zeiten" gewählt, um der diesjährigen "Landesbestenehrung der Weiterbildungsprüfungsabsolventen aller hessischen Industrie- und Handelskammern" ein dem Anlass angemessenes "Ambiente" zu geben – was ihnen auch voll und ganz gelang!

Denn einen "Hauch von Hollywood" hatte das Ereignis - angefangen mit dem "roten Teppich", der die Stufen hinauf zum prachtvollen Kurhaus säumte, über die hohen Marmorsäulen im Foyer zu den mit Mahagoni getäfelten Wänden auf dem Weg zum festlich dekorierten "Ort des Events", dem Friedrich-von-Thiersch-Saal: Bereits der Rahmen der Veranstaltung wies so viel "Glanz und Glamour" auf, dass man leicht den Eindruck gewinnen konnte, einer "Oscar-Verleihung" beizuwohnen.

"...brasilianische Rhythmen zur Begrüßung: Die "Copacabana" schien nur einen "Steinwurf" entfernt..."

Beim Betreten des Festsaals wurden die Besucher mit brasilianischen Rhythmen begrüßt, und insbesondere die Damen unter den anwesenden Gästen zeigten sich ob des farbenfrohen und ansehnlichen Erscheinungsbildes der "Capoeira"-Tänzer begeistert von diesen ersten Minuten des Festaktes, in denen die "Copacabana" nur einen "Steinwurf" entfernt schien. Eine solch "furiose" Eröffnung hatte wohl kaum jemand bei einer IHK-Veranstaltung erwartet…

Auch bei der Wahl des "Conférenciers" waren die Organisatoren kein "Risiko" eingegangen und hatten für diese Aufgabe mit Martin Wirsing, seines Zeichens Moderator des "Hessischen Rundfunks", einen erfahrenen und profilierten Mann gewählt, der mit launigen Kommentaren durch den Abend führte und zu jeder Zeit das rechte Wort fand.

Heiratsantrag vor versammeltem Auditorium

Als der "beste Fachwirt für Finanzberatung" des Jahres 2010 den Moment seiner Ehrung auf der Bühne ergriff, um seiner ebenfalls anwesenden Verlobten "nach achtjähriger Probezeit" vor versammeltem Auditorium den Heiratsantrag zu machen, sprang Wirsing reaktionsschnell von der Bühne ins Publikum und "spurtete" zur Umworbenen, damit diese ihr "Ja-Wort" in das Mikrofon hauchen konnte… nebst ihrer Bemerkung, dass sie ob des für sie völlig überraschenden öffentlichen Antrages "total geplättet" sei… Wirsing brachte die junge Dame sodann auf die Bühne, und die Entscheidung zum "Bund für´s Leben" wurde mit inniger Umarmung und Kuss vor aller Augen besiegelt.

Nach derlei "herzergreifenden Szenen" hatten es die Laudatoren Alfred Clouth und Michael Boddenberg nicht leicht, das Publikum mit ihren Worten auf ähnliche Weise zu begeistern, gleichwohl zogen die erfahrenen und rhetorisch versierten Redner das "Plenum" in ihren Bann.

Alfred Clouth, der Präsident der IHK Offenbach am Main und Vizepräsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages in Personalunion, begrüßte die Anwesenden und beglückwünschte die 57 Besten, welche ihre Fortbildungsprüfung mit den Noten "gut" und "sehr gut" abgeschlossen hatten.

Für diese und alle anderen Absolventen einer IHK-Aufstiegsfortbildung sowie jene, die sich mit dem Gedanken an eine berufliche Höherqualifikation tragen, hatte Clouth erfreuliche Neuigkeiten, die dem jüngsten OECD-Bildungsbericht zu entnehmen sind:

Die sogenannte "Bildungsrendite" fällt bei Fachkaufleuten, Fachwirten, Meistern und Technikern höher aus als bei Hochschulabsolventen. Die Bildungsrendite gibt an, mit welchem Prozentsatz sich das während der Ausbildung entgangene Einkommen durch höhere Verdienste nach der Ausbildung verzinst.

Für Absolventen, die nach einer Berufsausbildung noch eine Fortbildung zum Fachkaufmann, Fachwirt, Meister oder Techniker machen, zahlt sich der zusätzliche Abschluss im Schnitt mit einer Rendite von 8,3 Prozent aus. Bei Akademikern beträgt die Bildungsrendite hingegen nur 7,5 Prozent.

Die Chippendales im Kurhaus Wiesbaden?
Brachten "andere Farben in´s Spiel": Die Capoeira-Tänzer sorgten für ein "Copacabana-Feeling" - und das zum Ende des Monats Oktober in Hessen!
Weil die Lehre und die IHK-Aufstiegsfortbildung mit fünf veranschlagten Jahren in der Regel auch kürzer sind als das Abitur plus Studium, amortisiert sich die Bildungsinvestition für diese Berufsgruppe schneller als für Akademiker. Bis ein Hochschulabsolvent seinen Einkommensverzicht in der Schul- und Studienlaufbahn aufgeholt hat, ist sie oder er meist schon 43 Jahre alt. Für Fachkaufleute, Fachwirte, Meister und Techniker geht die Rechnung im Durchschnitt bereits mit 40 Jahren auf.

IHK-Präsident Clouth: "Die Bildungsrendite liegt weiter über den üblichen Zinsen am Kapitalmarkt"
IHK-Präsident Clouth erinnerte an das durchschnittliche Zinsniveau und stellte nicht ohne Stolz fest: Die Bildungsrendite liegt weit über den am Kapitalmarkt üblicherweise erzielbaren Zinsen!

Michael Sommerhoff erklärt Christina Bergmann, dass es sich bei den brasilianischen Herren auf der Bühne nicht um die CHIPPENDALES handelt...  ;-)
Zwei, die sich gut verstehen... Als Co-Sponsoren der "Landesbestenehrung" waren Christina Bergmann und Michael Sommerhoff ebenfalls nach Wiesbaden gereist.
Auch die Chancen auf einen Arbeitsplatz sind für Höherqualifizierte (dazu zählen Absolventen einer IHK-Aufstiegsfortbildung!) besser als für andere, führte Clouth weiter aus: Während von den Menschen ohne Berufsabschluss nur rund die Hälfte in Lohn und Brot steht, sind es von jenen mit Berufsausbildung 75 Prozent. Außerdem bleiben Höherqualifizierte in der Regel länger im Job als Arbeitnehmer mit niedrigeren Abschlüssen.

Bei der Arbeitslosenquote übertrumpfen die Fachkaufleute, Fachwirte, Betriebswirte, Meister und Techniker die Akademiker:

So war die Arbeitslosenquote der Absolventen einer IHK-Aufstiegsfortbildung mit 2,9 Prozent bei den Männern und 3,7 Prozent bei den Frauen 2008 sogar geringfügig niedriger als bei den Akademikern, von denen damals 3,0 Prozent der Männer und 4,0 Prozent der Frauen auf Arbeitssuche waren.

Beide Absolventengruppen schneiden deutlich besser ab als der Durchschnitt. Im Vergleichszeitraum waren bundesweit 7,1 Prozent aller Männer und 7,4 Prozent aller Frauen erwerbslos.

Die Arbeitslosenquote der Absolventen einer IHK-Aufstiegsfortbildung liegt niedriger als bei Akademikern!

Damit steht fest, so IHK-Präsident Clouth, dass die IHK-Aufstiegsfortbildung zu hochwertigen und in der Wirtschaft anerkannten Abschlüssen auf Bachelor-Niveau führt, die den Absolventen beste Aufstiegschancen ermöglicht und die Türen zu Führungspositionen weit öffnet.

Der Hessische Minister für Bundesangelegenheiten Michael Boddenberg
Minister Boddenberg versprach, sich für die Hochschulberechtigung der IHK-Fachkaufleute & -Fachwirte einzusetzen.
Mit diesen motivierenden und Optimismus weckenden Worten übergab Alfred Clouth den "Stab" an den nachfolgenden Festredner, Herrn Michael Boddenberg, seines Zeichens Hessischer Minister für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigter des Landes beim Bund.

Dieser wies in einer rhetorisch geschliffenen Rede auf die Bedeutung der IHK-Aufstiegsfortbildung für die "Versorgung der Wirtschaft" mit Fachkräften hin. Der Minister erinnerte daran, dass ein Meister- bzw. Technikerabschluss seinem Absolventen mittlerweile den Zugang zu einem Hochschul- oder Fachhochschulstudium ermöglicht – ohne Abitur! Dass den IHK-Fachkaufleuten und –Fachwirten diese Möglichkeit bislang verwehrt wird, bedauerte Boddenberg und signalisierte auch sein Unverständnis hinsichtlich der kaum nachvollziehbaren Unterscheidung zwischen Meistern und Technikern auf der einen und den ebenfalls hochqualifizierten Fachkaufleuten und Fachwirten auf der anderen Seite.

Der Minister versprach aber, "die Botschaft verstanden zu haben" und sich auf der "politischen Bühne" für die Fachkaufleute und Fachwirte einzusetzen, um auch diesen zukünftig die Berechtigung zu einem Hochschulstudium durch erfolgreichen Abschluss einer IHK-Fortbildung zu ermöglichen.

Hochschulstudium künftig auch für IHK-Fachwirte und -Fachkaufleute?

Für diese Zusage erntete Michael Boddenberg einen kräftigen Applaus insbesondere der anwesenden Fachkaufleute und Fachwirte; sodann wandte er sich zusammen mit IHK-Präsident Alfred Clouth der Vergabe der Ehrenurkunden für die 57 Besten des Jahres 2010 zu.

Landesbestenehrung im Kurhaus Wiesbaden am 29.10.2010
HR-Moderator Martin Wirsing und eine strahlende "Beste", die im Angesicht des 800 Gäste zählenden Auditoriums einen Moment "sprachlos" war...
Nachdem alle Gratulationen ausgesprochen, die Erinnerungsfotos "geschossen" waren und jeder Absolvent den Applaus des Publikums genossen hatte, in dem sich natürlich die jeweiligen Familien sowie ebenfalls angereiste Freunde und "Fanclubs" befanden, wurde der "gemütliche Teil" des Abends durch Eröffnung des Buffets eingeläutet. Nun bot sich die Gelegenheit zum Gespräch zwischen den Vertretern der Politik, der prüfenden Stellen und den Repräsentanten der Bildungsträger, deren seriöse und verantwortungsvolle Arbeit Grundstein für den Prüfungserfolg der Absolventen ist.

Bei den Prüflingen herrschte einerseits Erleichterung darüber, "es" endlich geschafft zu haben; andererseits war aber auch Bedauern zu vernehmen, dass nun alles vorbei sei und jeder wieder "seiner Wege ziehe" – schließlich hatte die gemeinsame Fortbildung auch zu vielen neuen Bekannt- und Freundschaften geführt. Mit dem Versprechen, sich irgendwann – spätestens bei der nächsten Fortbildung – wiedersehen zu wollen, ging man auseinander und hinaus in die Nacht, nicht ohne einen letzten Blick auf das prachtvolle Kurhaus zu werfen, das zu dieser Zeit im Glanz zahlloser Lichter erstrahlte. Ein perfekter Abend für alle Anwesenden…

Weitere Informationen und Impressionen vom Tage der "Bestenehrung" finden Sie in unserer Bildergalerie.

Auf Wiedersehen in Wiesbaden im Jahre 2011!
Vier, die sich gut verstehen: Zum Dank für die Unterstützung durch SOMMERHOFF gab es noch ein gemeinsames Abschiedsfoto mit der Geschäftsführerin der IHK Frankfurt, Frau Dr. Brigitte Scheuerle, Christina Bergmann, dem Geschäftsführer der IHK Offenbach, Herrn Friedrich Rixecker, und Michael Sommerhoff (v.r.n.l.).